Erfolgreicher 1. Wettbewerb für Chorkomposition Preveza 2022
Das Organisationskomitee des Internationalen Chorfestivals Preveza beschloss anlässlich der 40. Ausgabe, das Festival um neue Inhalte zu bereichern. Der 1. Internationale Wettbewerb für Chorkomposition wurde mit dem Wunsch veranstaltet, die Entstehung neuer Chorwerke zu fördern. Der Veranstalter freut sich über die gute Resonanz und die sechsundzwanzig Kompositionen, die beim 1. Internationalen Kompositionswettbewerb Preveza 2022 eingegangen sind. Am Wettbewerb, der in zwei Kategorien ausgetragen wurde (Kategorie A – Kompositionen für gemischten Chor und Kategorie B – Kompositionen für Kinderchor), nahmen zwanzig Komponisten aus zehn Ländern teil (Argentinien, Kanada, China, Kuba, Griechenland, Italien, Polen, Russland, Slowenien und USA).
Die Jury, bestehend aus Ambrož Čopi (Slowenien) als Juryvorsitzendem und den Jurymitgliedern Javier Busto (Spanien), Ko Matsushita (Japan) und Vytautas Miškinis (Litauen), hob das hohe Niveau einiger der beim Kompositionswettbewerb eingereichten Werke hervor.
In Kategorie A gingen achtzehn Kompositionen ein. Der 1. Preis und ein Preisgeld von 700 € gingen an den Komponisten Salvo Gangi (Italien) für die Komposition Hodie Christus natus est, die im Finale des 1. Internationalen Wettbewerbs für Chordirigieren Preveza 2022 als Pflichtstück aufgeführt wird. Zu den erfolgreichsten Komponisten des Wettbewerbs zählt Luke Mayernik (USA), dessen Kompositionen Otche nash und Da ispolnyatsya usta nasha den 2. Preis mit 550 € bzw. den 3. Preis mit 400 € erhielten; zwei weitere Sätze aus derselben Liturgie gehörten ebenfalls zu den empfohlenen Werken. Die Jury empfahl außerdem drei weitere Kompositionen zur Aufführung und zur Veröffentlichung beim Musikverlag Astrum: Descendit de cælis von Giulio De Carlo (Italien), Tebe poem von Klara Mlakar (Slowenien) und The gates to love von Giorgos Koumaradios (Griechenland).
In Kategorie B gingen acht Kompositionen ein. Herausragend war die Komposition Crucifixus des Komponisten Giuseppe de Rosa (Italien), die den 1. Preis, ein Preisgeld von 500 € und eine Aufführung beim internationalen Dirigierwettbewerb in Preveza 2022 erhielt. Der 2. Preis mit 400 € ging an Claudio Ferrara (Italien) für die Komposition Waiting at the Window, den 3. Preis mit 300 € erhielt Miguel Angel Musumano (Argentinien) für die Komposition Pueri Hebraeorum.
Unter den jüngsten Komponisten, 25 Jahre und jünger, überzeugte Klara Mlakar (1999) die Jury mit ihrer Komposition und erhielt einen Sonderpreis für die beste Komposition einer nach dem 14. Januar 1997 geborenen Teilnehmerin. Luke Mayernik erhielt zudem einen Sonderpreis für die beste orthodoxe Komposition. Giorgos Koumaradios erhielt ebenfalls einen Sonderpreis für die beste Komposition eines griechischen Komponisten
Ambrož Čopi (Juryvorsitzender):
„Ich verfolge das Internationale Chorfestival Preveza seit vielen Jahren. Eine wirklich außergewöhnliche Organisationsarbeit, die den Chören gute Auftritte, unvergessliche Erinnerungen und Erlebnisse ermöglicht, die sie lange mit sich tragen. Ich freue mich, dass die Erweiterung der diesjährigen Ausgabe um Chorleiter sowie um Wettbewerbe für Komponisten und Dirigenten dieses außergewöhnliche Festival auf ein noch höheres Niveau hebt. Mit großer Zufriedenheit haben wir die eingereichten Kompositionen gesichtet und bewertet. Die Komponisten waren in Kategorie A auf 4-5 Stimmen und in Kategorie B auf 2-3 Stimmen beschränkt, mit der Möglichkeit, Klavier einzusetzen. Technisch mussten die Kompositionen für gute Chöre geeignet sein, um so eine breitere Verwendbarkeit der Werke zu ermöglichen. Innerhalb dieser Grenzen ragten jedoch einige Kompositionen durch ihr künstlerisches Gewicht heraus und wurden ausgezeichnet. Es gab keine nennenswerten Experimente oder Exzesse, aber wir haben einige interessante Neuheiten gewonnen, die die Chöre sicher gern in ihr Repertoire aufnehmen werden. Die Arbeit der Jury verlief in guter Atmosphäre und mit regem Meinungsaustausch. Ich danke allen Jurymitgliedern für ihre engagierte und professionelle Arbeit.“